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fluegel-gebet

Ein Flügel und ein Gebet – eine Einführung in die Yoga-Philosophie

Warum so viele Yoga-Übungen nach fliegenden Kreaturen benannt sind.

Vögel sind etwas Besonderes in der Hindu-Mythologie. Ihre Fähigkeit hoch hinauf in den Himmel zu fliegen macht sie zu idealen Botschaftern der Götter. Hindu Götter sind – im Gegensatz zu christlichen Engeln – in der Regel ohne Flügel, weshalb sie oft auf Vögeln durch die Lüfte fliegen. Deshalb verwundert es nicht, dass viele Yoga-Übungen nach ihnen benannt sind. Neben der Taube gibt es den Adler, Pfau, Schwan, Kranich, Reiher, Hahn und das Huhn.

Der Schwan ist das Gefährt des Gottes Brahma. Sein Name (hamsa, auch „wilde Gans“) verbirgt eine tiefgründige Lehre im Mantra: soham bedeutet „dies bin ich“. Was soll dieses kryptische Mantra bedeuten? Es würdigt das Streben nach der Verbindung des individuellen Selbst (aham) mit dem universellen, kosmischen Selbst (so).

Erstaunlicherweise fasst dieses kleine Mantra die Hauptbotschaft der Upanishads (der Sammlung antiker Hindu-Texte, welche die Basis Indiens einflussreichster Philosophie Vedanta darstellt) zusammen: Alle scheinbar ungleichen Selbsts der Welt sind nur ein großes Selbst und das Wesen von allem was existiert.

Die Tradition besagt, dass man an einem bestimmten Punkt der Ausübung dieses Mantra die Einheit spürt und sich die Silben automatisch zu ham sa (der Schwan) umdrehen. Zu diesem Zeitpunkt wirst Du zum paramahamsa oder dem höchsten Schwan, der schwebt, wo Sterbliche nie hinkommen. Meditative Aufmerksamkeit gelenkt auf Deinen Atem kann dann als Gefährt Deiner eigenen Erlösung dienen.

Übe Schwanen-Gesang
Finde eine bequeme Position – sitzend oder liegend, und lenke Deine Aufmerksamkeit auf Deinen Atem. Lausche für einen Moment. Beim Einatmen wirst Du einen zischenden sa-Laut hören, beim Ausatmen ein gehauchtes ha. Verfolge diese Laute für ein paar Minuten. Du kannst die Silben auf zwei Weisen anordnen und interpretieren: als hamsa, wenn dein Atem wie ein Vogel zum Himmel schwebt, oder als soham, wenn er eine Brücke zwischen Selbst (jiva-atman) und Selbst (parama-atman) bildet.

Ein Artikel von Richard Rosen, gefunden auf yogajournal.com

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