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Duplikat oder Original – vom “geistigen Diebstahl” der Asanas

Die Inspirationsquellen der Yogalehrer sind vielfältig und sie entstammen den Plätzen, die man besucht hat, der Musik, die man hörte oder den Gesprächen und Kontakten mit anderen Yogalehren, von und mit denen man gelernt hat.

Als Molly M. Ginty eine ihrer Yogaklassen unterrichtete, fiel ihr plötzlich auf, wie viele ihrer Posen und Bewegungen sie eigentlich von anderen entliehen hatte und sie begann sich Gedanken darüber zu machen, ob dies eigentlich geistiger Diebstahl sei. So gestand sie ihrer Kollegin Jill Zimmerman, die in Brooklyn unterrichtete, dass sie eine ihrer Posen im Unterricht genau imitierte und auch Jacqueline Stolte aus San Francisco, das sie eine Handposition bei ihr gesehen hatte, die sie immer wieder nachahmte. Beide fanden daran nichts Außergewöhnliches. Auch Eric Elven aus Manhattan hatte ihr eine Pose vorgemacht, die bei ihr Gefallen gefunden hatte und die sie schon lange sorglos an andere weitergegeben hatte. Er gab ihr seinen Segen, auch weiterhin so zu agieren und begründete dieses Selbstverständnis, das man nur durch die Weitergabe der Dinge, die andere uns lehren, sich überhaupt weiterentwickeln kann. Schließlich würde Yoga seit Jahrhunderten nur mündlich überliefert und hätte auf diese Weise eine lange Zeitspanne überdauert. Lehrer sollten also akzeptieren, dass sie das Rad nicht selbst neu erfinden müssen, sondern von den Erfahrungen und Lehren anderer profitieren dürfen.

Deshalb gilt es, stets die Augen und Ohren nach Neuigkeiten offenzuhalten und neue Techniken auch einmal zu kopieren oder weiterzuentwickeln, wenn der yogische Grundgedanke dabei erhalten bleibt. Aber dabei sollte man die Ideen des anderen, der hier Pate stand, auch ernst nehmen und wirklich hinter den Übungen stehen ohne sie einfach inhaltslos zu kopieren. Wer sich unsicher ist, ob er Posen und Aussprüche weiterverwenden darf, der sollte vorher Kontakt aufnehmen und fragen.

Man selbst sollten jede Pose mehrfach selbst ausprobiert haben, ehe man sie weitergibt, auch wenn dafür eine zusätzliche eigene Ausbildung erforderlich wird, damit bei der Nachahmung und Weitergabe die Verletzungsgefahr ausgeschlossen werden kann. Dies hilft auch, kopierte Bewegungen vor einer Yogaklasse wirklich flüssig ausführen zu können. Auch darf bei der Weiterentwicklung der „gestohlenen“ Übungen das eigene Empfinden und Posieren ein wichtiger Teil aller Übungen werden. Das erhöht die Integrität der Lehrer und macht sie bei der Ausübung vor Schülern viel authentischer.

Nur das, wovon man wirklich selbst überzeugt ist, kann man auch an andere mit Überzeugung weitergeben. Daher ist der eigene Geist, die eigene Spiritualität in den fremden Übungen zu suchen. So vergegenwärtigt man sich leichter, warum gerade diese Übung Teil des eigenen Programms sein soll. Die Quellenangabe einzelner Übungen zeigt den Schülern, dass Lehrer genau wissen, woher ihre Weisheiten stammen und gibt demjenigen die Ehre, der die Posen entwickelt hat.

Aus einem Artikel von Molly M. Ginty aus dem amerikanischen Yoga Journal.

1 Kommentar Kommentar abgeben

  • 1. yogacolors.de :: das / yo&hellip  |  25. Dezember 2010 um 21:37

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