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Sachsens Schulkost ist unausgewogen

Die allgemeinbildenden sächsischen Schulen bieten erfreulicherweise fast flächendeckend ein warmes Mittagessen für die Schüler und Schülerinnen an.

Die Qualität dieses Angebotes ist jedoch leider weniger erfreulich, denn was sich da auf den Tellern unserer Heranwachsenden wiederfindet kann nicht als ausgewogene Ernährung bezeichnet werden.

So zumindest lautet das Studienergebnis, das die Ministerien für Kultur und Gesundheit kürzlich gemeinsam in Auftrag gegeben hatten. Mehr als 600 Schulen hatten für diese Befragung und Bewertung zur Verfügung gestanden. Dabei wird hier nur selten frische Nahrung zubereitet sondern die Belieferung erfolgt in 85% der Fälle über ortsnahe Cateringfirmen. In einer mehrwöchigen Beobachtungsphase wurden einige hundert Speisepläne nach den Qualitätsstandards der DGE, der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, auf Inhaltsstoffe und Ausgewogenheit überprüft und konnten den Vorgaben nicht gerecht werden.

Oft fanden die Tester Fertigprodukte und viel zu häufig auch fetttriefende Pommes Frites und allzu viel Fleisch auf den Tellern der Schüler vor. Nahrungsmittel mit hohem Nährstoffgehalt wie Obst und Rohkost, Salat oder auch Hülsenfrüchte und Nüsse waren im Angebot viel zu selten vertreten. Dass dies für die Gesundheit und das lebenslange Essverhalten verheerende Folgen haben kann, sehen Ernährungswissenschaftler mit Sorge. Hier sollte nach Ansicht vieler Entscheidungsträger und auch Eltern und Schüler dringend Abhilfe geschaffen werden.

Doch es geht auch anders. Zum Beispiel im Land des Fast-Food-Gedankens, im amerikanischen Berkeley/Kalifornien, denn hier wird besonderes Augenmerk auf gesunde Ernährung gelegt. In den Schulgärten der Stadt bauen Schüler sogar viele der später in der Schulkantine verwendeten Lebensmittel selbst an. So erlernen sie über die gesunde Ernährung hinaus auch die Herstellungsprozesse und Wege der eigenen Nahrung genau kennen.

Dieses US-amerikanische Vorbild stellt der Kultusminister des Landes Sachsen, Professor Wöller, nun heraus um kurz – und langfristig Veränderungen der Verpflegungsmethoden des eigenen Bundeslandes zu bewirken. Das scheint eine zentrale Aufgabe für die betroffenen Ministerien zu sein, die dringend in Angriff genommen werden muss um in der Zukunft eine Besserung möglich zu machen.

Auch der Vegetarierbund Deutschland rät in diesem Zusammenhang zu einer ausgewogenen Kost und der Möglichkeit zusätzlich ein veganes/vegetarisches Gericht auf dem täglichen Menüplan als sinnvolle Alternative zu bieten. Klar ist, dass Schüler verschiedene Ernährungsweisen kennenlernen müssen um später eine eigene Wahl treffen zu können. Weiterhin wäre ein grundsätzlicher vegetarischer Tag für das gesamte Bundesland wünschenswert. Deshalb drängt der VEBU auf die Aushändigung des Leitfadens unter dem Titel „Vegetarisch für Profis“ an die beauftragten Cateringfirmen. Denn diese sind die Hauptansprechpartner für ernährungstechnische Veränderungen zu akzeptablen Konditionen, die das Land Sachsen und die Elternschaft finanzieren können.

Nach einem Artikel des Vegetarierbund Deutschland.

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