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Wirkungsvolle Übung gegen Hüftsteifigkeit

Jason Crandell beschreibt die Vorlieben seiner Yogaschüler folgendermaßen: Wann immer ich zu Beginn meiner Stunden nachfragte, welche Übung meine Schüler gerne machen wollen, antworteten sie fast einstimmig, dass es ein Hüftöffner sein sollte.

Das verwirrte mich, denn während dieser Übungen sahen sie alle stets nicht besonders entspannt aus. Sie pressten den Kiefer zusammen, rissen die Augen voller Konzentration auf und knieten dort mit steifer Körperhaltung. Als ich aber weiterhin diese Übung ausführen ließ, begann ich aufmerksamer hinzuschauen und beobachtete eine nachhaltige Veränderung im Ausdruck der Gesichter. Daraus konnte ich erkennen, dass diese Art der Übungen zwar schwierig war, es jedoch eine unglaubliche Befriedigung auf physikalischer und emotionaler Ebene bringt, wenn man sie beherrscht.

Wie bei fast allen Kursteilnehmern zu bemerken ist, scheinen sie sich im Hüftbereich wie mit Superkleber angefüllt zu fühlen. Dafür gibt es sicherlich triftige Gründe, denn das moderne Leben verlangt von uns, tagtäglich viele Stunden in sitzender Position zu verbringen. Dabei bewegen wir uns im Hüftbereich so gut wie gar nicht und das beeinflusst unsere Flexibilität. Selbst wer regelmäßig Sportarten wie den Laufsport betreibt, der stärkt zwar seinen Hüftbereich, öffnet ihn aber nicht. Es ist also nötig den Hüftbereich zu lockern, der auch – von Stressfaktoren beeinflusst – immer unflexibler werden kann. Eine gute Übung gegen die Hüftsteifigkeit ist die Pose der Taube, denn hier werden zahlreiche Muskeln und Sehnen gelockert und der Körper wird nach und nach wieder geschmeidiger. Die Oberschenkel, Fußgelenke, die Leistengegend aber auch Brustbereich, Bauchmuskeln und sogar der Hals und die Psoas genannten tiefen Hüftbeuger werden gedehnt. Die gesamte Muskulatur des Rückens wird verbessert und die Körperhaltung profitiert von dieser Übung. Auch die inneren Organe werden stimuliert.

So machst du die Taube nach
Geh auf die Knie und öffne sie etwa hüftbreit. Deine Schultern, der Kopf und die Hüften bilden eine gerade Linie. Presse deine Hände auf deinen Beckenbereich. Nun atme tief ein und bewege dein Kinn in Richtung deines Brustbeins. Du sollst die Spitze deines Brustbeines heben und deine Schulterblätter gegeneinander bewegen. Nun lässt du deinen Kopf langsam nach hinten fallen. Beide Handflächen platzierst du in Gebetsstellung und lässt deinen Kopf langsam zwischen deine Knie sinken, während du dein Becken hoch aufrichtest. Wenn du deinen Kopf so weit zurückbeugen kannst, dass sich auch deine Nackenmuskulatur dehnt, dann hast du die richtige Haltung erreicht. Etwa dreißig bis sechzig Sekunden solltest du in dieser Pose verharren, bevor du wieder in die aufrechte Position wechselst.

Nach einem Artikel von Jason Crandell, gefunden im amerikanischen Yoga Journal.

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