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Indien muss man vertragen können

Was früher einmal Hippies für das arme, laute und chaotischen Indien waren, sind in der Gegenwart die allseits präsenten Yogis, die das Land in ihrer Vorstellung mit einer magischen Aura in Rosa umgeben wollen. Wo aber ist die Romantik des Landes zu finden und warum könnte man schon vor einem Besuch denken, dass ein solches Unterfangen zum Scheitern verurteilt ist?

Diana Krebs hat sich diesen Fragen gestellt und suchte vor Ort nach den entsprechenden Antworten.

Und das passiert auf ihrer allerersten Indienreise: Sie selbst gehörte nie zu den Rucksacktouristen ihrer Generation, deren Ziele in weiter Ferne lagen. Ihr waren schon Frankreich und die Schweiz fremd genug und eine Reise wert, obwohl sie in direkter Nachbarschaft zu finden waren. Heute denkt sie, dass eine natürliche Angst und die Lektüre verschiedener Bücher, die Indien zu einem schwer fassbaren Gebiet machten, sie von einem solchen Abenteuer abhielten. Der Gandhi-Film allein konnte sie damals jedenfalls nicht davon überzeugen sich Indien selbst ansehen zu müssen.

Heute gehört Diana Krebs in die begeisterte Anhängerschar des Yoga und fühlt sich dort ganz zu Hause, während ihr die christliche Prägung der eigenen Kindheit fremd geworden ist. Yoga vermittelt ihr zunehmend mehr persönliche Freiheit und trotzdem ist der Drang, all das im Ursprungsland des Yoga kennen zu lernen, noch immer unvertraut. Allein die vielen bunten Bilder bei Facebook locken doch und wecken unerwartete Sehnsüchte, die vielleicht mehr dem Wunsch nach Erholung und Urlaub entspringen. Und vielleicht fürchtet Diana Krebs schon vor Reiseantritt eine mögliche Desillusionierung über das Land, in dem Yoga entstand und das heute nach westlichen Maßstäben nach wie vor nicht gemessen werden kann.

Die Wirtschaftsdemokratie Indiens zeigt Diana Krebs schnell, wie es im Land wirklich aussieht und dass einmal mehr nur wenige den Profit abschöpfen, während andere vom Existenzminimum leben müssen. Dass der Verlust des Verstandes für westliche Yogis beim ersten Besuch durchaus im Bereich des Möglichen liegt, hat sie vielleicht selbst erfahren müssen – ohne Durchfall geht der Aufenthalt jedenfalls nicht von statten. Die Bevölkerungszahl des Landes liegt bei 1,2 Milliarden und etwa 44 % der Menschen müssen in diesem Land mit dem täglichen Dollar Unterhalt auskommen.
Viele fühlen sich von Indiens spiritueller Gesamtwirkung überrollt und reagieren mit entsprechenden Wahrnehmungsstörungen und kriegen vielleicht so etwas wie einen Yoga-Koller. Diana Krebs sind anscheinende einige dieser Kandidaten begegnet – sie selbst aber ist verschont geblieben und berichtet daher von ihrer Reise auf den anderen Kontinent.

Nach einem Artikel von Diana Krebs, gefunden im Yoga Journal.

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