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Die vedische Lehre heute

Die älteste aller Yogaformen der Überlieferung ist der vedische Yoga. Man erzählt sich von wahren „Supermenschen“ mit den ungewöhnlichsten Fähigkeiten, die zu ihren Zeiten schon den vedischen Yoga praktiziert haben.

Das umfassende System der spirituellen Praxis des Yoga vermittelt uns das Bewusstsein einer wahren menschlichen Natur und sie umfasst Vereinigung, Koordination, Harmonie sowie Transformation und zeigt uns das universelle Selbst unseres Herzens.

Und doch gibt es unterschiedliche Herangehensweisen diese Verbindung zu erkennen, die ganz von Ort, Zeit und Kultur abhängig ist. Das vedische Wissen erklärt sich als Wissen des Göttlichen, das einem durch die Praxis des Yoga erkennbar wird. Diese Entwicklung entstand während mehrerer Jahrtausende und verästelte und teilte sich in zahlreiche Typen und Methoden, die doch auf den gleichen Grundlagen beruht, die aber heute von vielen Anwendern nicht mehr verstanden wird. Im Westen praktiziert man vielfach eine gymnastisch orientierte Form des Yoga, die manchmal nur noch aus den Kombinationen einiger Sanas zu bestehen scheint. Die Überlieferung, die den Hintergrund des Yoga bildet, ist hier nur noch wenig bekannt. Doch das ist zuweilen auch in Indien so und der vedische Ursprung rückt immer mehr in den Hintergrund.

Es scheint aber, als würde man sich heutzutage wieder auf spirituelles Basiswissen berufen, denn ein Voranschreiten bedingt auch in allen Bereichen, sich der eigenen Wurzeln zu besinnen, damit wir das Erbe unserer Vorfahren antreten können. So besitzen die Veden förmlich den Schlüssel zur ewigen menschlichen Weisheit. Sie künden davon, dass wir Menschen die Kinder des Lichtes sind und die Kinder aller weit gewanderten Seher. Es ist uns bestimmt, den vor Jahrtausenden gelegten Samen in uns wieder zum Leben zu erwecken. Erkennen wir die Bedeutung dieser Grundlegung in uns selbst, kann dies den Aufbruch einer spirituellen Kultur weltweit verheißen. Das zeigt ein Rückblick auf vedische Lehren bis hin zum goldenen Zeitalter, das länger als zehntausend Jahre hinter uns liegt und das wir im Rig Veda, dem vielleicht ältesten Buch der Welt finden.

Damals gab es nur eine Religion und eine Sprache und alle Menschen verfügten in sich selbst über den Kontakt zum Göttlichen und damit auch über ein photografisches Gedächtnis und Fähigkeiten zur Telepathie. Die Menschen beschäftigten sich mit der eigenen Spiritualität und blieben so auf der Bewusstseinsebene mit Geist und Natur in Harmonie verbunden. Jeder Fortschritt minderte die geistvolle menschliche Intelligenz und trennte die Menschen auch voneinander, wenn auch zu diesem Zeitpunkt die vedische Lehre noch in der mündlichen Überlieferung bekannt blieb. Wie sehr diese Lehre bis zum heutigen Zeitpunkt verschollen ist, erkennt man auf den ersten Blick. Das gilt es dringend aufzuhalten.

Auszüge aus einem Artikel von Dr. David Frawley für Yoga aktuell.

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