Dharma erwartet seine Wiedergeburt
Noch heute helfen diese vielen Yogis weltweit, sich auch mit schwierig erscheinenden Posen auseinanderzusetzen. Damals forderte er die Yogaschüler vor dem Ablichten auf, mit ihrer Pose „Gott ein Angebot zu machen“.
Heute ist er 68 Jahre alt und hat ein erfülltes Leben hinter sich. Aufgewachsen ist Dharma in Brasilien und wurde sowohl katholisch als auch nach der landestypischen Lebensart erzogen. Schon mit sieben Jahren wurde er Mitglied der brasilianischen Luftwaffe. Yoga faszinierte ihn bereits in den 1950er Jahren und er studierte viele einschlägige Bücher, bevor er 1964, kurz nach dem Verlassen der Luftwaffe Yogi Gupta begegnete. Da er selbst kein Wort Englisch sprach, übersetzte sein Bruder bei diesem Treffen für ihn. Sein Taufname war Carlos und er nannte sich nun um in Dharma, was so viel heißt wie: „Freund der guten Arbeit“, dann zog er um in einen Ashram des Yogis.
Hier blieb er bis 1975 und gründete sein eigenes Yogazentrum „Asana Dharma“. Seitdem fotografierte er mit einer Nikon per Fernbedienung seine eigenen Posen und druckte diese in Postergröße aus. Diese Poster bot er für 10 Cent zum Verkauf an. Sein berühmtestes Bild gelangte auf diese Weise in die ganze Welt und ist heute in Neuseeland, Russland und Indien bekannt.
Dharma lebt vegetarisch aus Überzeugung, denn als Kind sah er, wie sein Vater 50 Schweine tötete und er beruft sich dabei auf das Gebot „Du sollst nicht töten“, das seiner Ansicht nach auch für die Tötung von Tieren Geltung haben sollte.
In seiner Yogapraxis setzt Dharma auf Meditation, Yamas (Selbstbeherrschung) und Niyamas (Einhaltung) und Gottes helfende Hand, der man sich ergeben sollte. Er ist sich der Gegenwart Gottes ganz sicher.
Dharmas Familie besteht aus einem 17jährigen Sohn und einer 16jährigen Tochter. Seinen Bruder aber hat er seit 20 Jahren nicht gesehen, denn sie haben sich durch gewisse Umstände verloren. Dharma aber hofft auf ein Wiedersehen nach dem Tod, denn er glaubt an Reinkarnation und macht sich Gedanken, ob er wohl als Schwein wiedergeboren wird.
Nach einem Artikel von Diane Anderson aus dem amerikanischen Yoga Journal.








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