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das-herz-gehoert-nicht-nur-den-liebenden

Das Herz gehört nicht nur den Liebenden

Wo zwei Menschen innig miteinander verbunden sind, da ist es ganz natürlich, dass auch unser Herz eine besondere Rolle spielt. Selbstverständlich sind Kinder und Eltern in gleicher Weise herzlich miteinander verbunden und sich zugetan.

Doch auch dort, wo nicht die Liebe im Vordergrund steht, kann man sein Herz anderen Menschen öffnen. Das kann gegenüber Freunden, Lehrern, Schülern und auch gegenüber Haustieren sein, mit denen wir unser Leben teilen.

Auch die Empathie, das Mitgefühl für andere Wesen, gehört dazu. Und es lässt sich beim Yoga erlernen, wie man anderen sein Herz willig öffnen kann, wenn man grundsätzlich eher zu den distanzierten Menschen gehört. Dafür ist es zunächst unerlässlich, den Standort des Herzens im eigenen Körper zu erspüren.

Unser Herz befindet sich auf der linken Seite der Brusthöhle, umgeben von 12 Rippenbögen und geschützt vom Brustbein. All diese Knochen werden umfasst von Fett- und Muskelgewebe, sowie Knorpeln, die die Knochen miteinander verbinden und sie in ihrer Position halten und Bändern, die eine Dehnfähigkeit des Brustkorbes bewirken.

Der Knochenaufbau der Brustgegend ähnelt einem Zylinder, der Zeit unseres Lebens elastisch und bewegungsfähig bleibt. Während wir atmen, dehnt sich dieser Zylinder mit jedem Atemzug aus und zieht sich mit der Ausatmung zusammen. Ist der Brustkorb wie eine starre Rüstung, dann reicht seine Ausdehnung nicht für das Lungenvolumen aus. Dann ist der Blutfluss, der Sauerstoff zum Herzmuskel transportiert, zu gering. Wer aber lernt, sich flexibler zu bewegen und dies in verschiedenen Asanas einübt, der tut sich und seinem ganzen Körper etwas Gutes. Dabei kann man zwar auch Fehler machen, aber mit der Unterstützung eines guten Yogalehrers lassen sich diese vermeiden.

Wenn wir bewusst atmen, verbessern wir die Beweglichkeit ebenso und öffnen unseren physischen Herzraum. Wer im Alltag Druck empfindet, der kann sich durch tiefes Atmen davon befreien und diesen Druck erfolgreich abbauen. Diese Lockerheit des Atems lässt sich nur erreichen, wenn man sich währenddessen von allen aggressiven Gedanken trennt und sich freundlich verhält. Wer so Platz für sein Herz schafft, der kann dies auch in seinen zwischenmenschlichen Beziehungen leichter tun.

Nach einem Artikel von Julie Gudmestad, erschienen im amerikanischen Yoga Journal.

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