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Begegne dem Göttlichen

Als Ashtanga Studentin in Mysore liebte ich den frühmorgendlichen Spaziergang um 4:30 Uhr zur Yogaschule von Pattabhi Jois. In der Morgendämmerung waren die ruhigen Straßen gesäumt von Sari tragenden Frauen, die vor ihren Haustüren kniend heilige Rangoli, Diagramme, die wir als Yantras kennen, mit Reiskörnern in den Staub malten.

Mit diesen Gaben huldigten sie der Göttin Lakshmi, die ihnen Glück und Wohlstand bringen sollte. Und all diese Bilder sollten schon kurze Zeit später vom rollenden Verkehr zerstört werden und im Staub verschwinden.

Ich war begeistert von der Hingabe und Kreativität dieser Frauen und freundete mich mit einigen von ihnen an, sodass sie mir ein wenig von ihrer Kunst beibrachten. Aber ich erfuhr auch, dass es sich bei der Darbringung dieser einfachen Gaben nicht nur um Dekorationen, sondern um eine kreative Art der Meditation handelte, die ihnen eine Verbindung mit dem Göttlichen möglich machte.

Dieses morgendliche Ritual Indiens ist auch Teil der Yogapraxis Ishvara pranidhana, in der es darum geht sich zum Heiligen hin auszurichten und sich einer Gnade zu öffnen, die Lebendigkeit verspricht.

Uns Menschen im modernen Westen mag diese Vorstellung seltsam erscheinen, denn Gott anzurufen ist meist der letzte Schritt, den wir wählen. Erst wenn uns unsere Lage aussichtslos erscheint und wir unsere Probleme nicht lösen können, erinnern wir uns einer höheren Macht. Patanjali lehrt Ishvara pranidhana als Teil der fünf Niyamas oder der inneren Methode. Hier hat das dreifache Yoga seinen Platz und gilt für Praktizierende als Möglichkeit sich wieder mit der Quelle des Seins zu verbinden und unser wahres Selbst zurück zu erlangen.

Der Fokus führt aber trotzdem weg von unserem eigenen Ego hin zum heiligen Boden und zeigt einen gangbaren Weg in das Licht und unter die göttliche Gnade, die uns wie ein Platzregen treffen kann. Wer diese Erfahrung macht, der findet sich der neugewonnenen Freiheit, Klarheit und Liebe gegenüber, die uns fremd geworden sind.

Nach einem Artikel von Shiva Rea für das amerikanische Yoga Journal.

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