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zuhoeren-eine-kunst

Zuhören – eine Kunst!?

In Gesprächen zwischen Fremden, aber auch mit Bekannten, Freunden und unseren Partnern haben wir manchmal oder auch öfter das Gefühl, dass irgendetwas schief läuft.

Wir registrieren dann im Stillen: entweder der Andere hat mich nicht verstanden, ich den Anderen nicht oder wir uns gegenseitig nicht, was dann schon dem sogenannten „worst case“, dem schlechtesten Fall zuzuordnen wäre. Meist macht dann auch ein Weitersprechen nicht nur wenig Spaß, sondern auch wenig Sinn.

Wir bemerken vielleicht, dass unser Gesprächspartner die falschen Schlüsse gezogen hat oder vielleicht schon wieder bei ganz anderen Themen gelandet ist, die uns möglicherweise momentan gar nicht interessieren. Meistens oder fast immer liegt es an einer Sache: wir haben uns gegenseitig nicht gut genug zugehört.

Diese Aufmerksamkeit, den Respekt, die Geduld und die Neugier auf den anderen Menschen sollten wir in unseren Gesprächen nicht vergessen. Nur dann erfahren wir eben auch, wie es dem jeweiligen Anderen geht, über was er oder sie sprechen will, was ihn bewegt. Das fällt uns oft unglaublich schwer, haben wir doch selber so Vieles, was wir erlebt oder gedacht haben, was wir unseren Freunden oder Bekannten mitteilen wollen. Ab und an fällt uns dann auf, dass es denen, den Anderen, scheinbar ebenso geht.

Die Herausforderung für uns – immer wieder schwer genug – besteht darin, im Fluss der Gegenwart zu bleiben, Geduld, Toleranz, Gefühl und Offenheit für den Anderen und uns selbst in jedem Moment zu bewahren, manchmal zu schweigen, jedoch möglichst oft den anderen und uns zuzuhören. Wenn wir das schaffen, dann ist auch das Yoga.

Martina Strauss
Martina ist Yogalehrerin in Berlin Köpenick.
www.agents-of-peace-yoga.de

1 Kommentar Kommentar abgeben

  • 1. Shivani Allgaier  |  22. Oktober 2011 um 19:40

    Aus meiner Erfahrung ist es eher eine Kunst, authentisch zu sein. Viele sagen zwar, sie interessieren sich für den anderen, tun es aber nicht wirklich. Es geht also nicht nur darum, so zu tun, als höre man zu, sondern dem anderen auch die ungeteilte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.
    Und ein tolles Blog ist das hier obendrein, habe es heute entdeckt und möchte das mal sagen!
    Schwabengrüße von Shivani

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