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Yoga ist Pluspunkt bei integrativer Medizin

Prof. Dr. med. Gustav Dobos, der an den Kliniken in Essen die Abteilung für Integrative Medizin und Naturheilkunde leitet, plädiert unbedingt dafür den Patienten Yoga als Therapie zu empfehlen. Dabei ist er nicht nur leitender Professor, sondern auch Buchautor und nicht zuletzt der einzige europaweite Lehrstuhlinhaber seines Fachgebietes.

Natürlich sind seit Jahren die therapeutischen Möglichkeiten und Vorzüge des Yoga vielen Medizinern bekannt, weil sie den Patienten bei chronischen Krankheiten eine echte Hilfe sind. Dobos jedoch empfiehlt Yoga auch als systematischen Behandlungsansatz und zeigt sich so als Vorreiter. Er stellte sich im Interview den Fragen von Yoga aktuell und erklärt hier die Ansätze seiner neuen Heilmethoden und deren Zusammenspiel mit der Schulmedizin.

Es geht vor allem um ein neues Bewusstsein bei den chronisch Kranken, die auf diese Weise aktiv an ihrer Gesundung mitarbeiten können. Die Hoffnungslosigkeit, die mancher verspürt, wenn er mit einer schweren Erkrankung konfrontiert wird, kann nämlich den Heilungsprozess verzögern und blockiert die Menschen. Es gilt dann, endlich wieder aktiv zu werden und das Ruder in die Hand zu bekommen. Dabei kann Yoga für die meisten sehr hilfreich wirken.

Die drei Yogalehrer der Essener Kliniken greifen an diesem Punkt direkt ins Geschehen ein und sorgen, je nach Indikation, für die Integration der Yogaelemente in die Therapie.
Dobos ist federführend verantwortlich für verschiedene Studien im Bereich des Yoga. Da sich aber hier viel häufiger weibliche Probanden meldeten, konnte bis dato auch nur die weibliche Reaktion auf den Einsatz des Yoga überprüft werden. Bei vielen Männern habe sich die Erkenntnis der antidepressiven und angstlösenden Wirkung des Yoga, die schon die Soldaten und Krieger des alten Indiens kannten, noch nicht durchgesetzt. Hier muss weitere Aufklärungsarbeit erfolgen, denn Stress und andere Auslöser für Krankheiten könnten längst positiv beeinflusst werden.

In der Studie, die sich auf die Ängste bezog, konnte eine grundsätzlich positive Wirkung des Yoga schon innerhalb eines Quartals und bei einer Übungsfrequenz von wöchentlich zwei Treffen à 1,5 Stunden gesichert nachgewiesen werden.

Eine zweite Studie mit Frauen, die nach eigenem Empfinden unter Stress litten, bezog sich auf eine Übungszeit von 1,5 Stunden pro Woche. Auch hier gab es eine deutliche Verbesserung der Situation.
Doch auch Schmerzpatienten können sich Yoga zu Nutze machen, denn die dritte Studie beschäftigte sich mit chronisch Rückenkranken, die nach dem gleichen Zeitschema eine wirklich wirksame Therapie gegen ihre Schmerzen gefunden haben.

Nach einem Artikel von Mathias Tietke für Yoga aktuell.

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