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Ein Sommer in Orange

Wir schreiben das Jahr 1982, als eine Berliner Baghwan-Kommune in ein bayerisches Dorf umzieht. In seinem modernen Heimatfilm widmet sich der Regisseur Marcus H. Rosenmüller (Wer früher stirbt, ist länger tot) der Konfrontation zwischen eingefleischtem, dörflichem Katholizismus und großstädtischer Sinnsuche durch Meditation, der einer wahren Geschichte folgt.

Auf humorvolle Weise und in bunten Bildern, die uns die Erinnerung an die damaligen Zeiten und Konventionen zurück bringen, wird hier eine Geschichte über die Suche nach einem Ort erzählt, den wir Heimat nennen.

Rosenmüller lässt es richtig krachen, wenn sich zwei völlig unterschiedliche Welten in der Bergidylle begegnen, die so gar nicht zueinander passen wollen und sich am Ende doch irgendwie vermischen, so dass eine unerwartete Symbiose entsteht. Dass dabei der Zuschauer seine Sympathien leicht an Protagonisten beider Seiten vergibt, verwundert nicht.

Es ist in jedem Fall klar, dass das Spießertum seinen Ursprung nicht nur bei der Dorfgemeinschaft hat. Auch die orangegewandete Engstirnigkeit und die Arroganz der Spiritualität können sich sehen lassen. Im Zentrum der Geschichte steht die 12-jährige Lili (Amber Bondard), die ihre ersten Lebensjahre im Schutz der Berliner Kommune verlebt. Als nun Lilis Mutter (Petra Schmidt-Schaller) einen bayerischen Provinzhof erbt, scheint deren Traum von einem Therapiezentrum wahr zu werden. Deshalb werden neben deren Lebensgefährten Siddharta auch Lili und ihr jüngerer Bruder aus der gewohnten Umgebung gerissen und sogar einige Mitglieder der Kommune sind mit von der Partie.

Das Leben auf dem Hof erweist sich für die Kommune als Glücksgriff, denn dort kann man grenzenlos Mantras chanten, nackt durch den Garten tanzen und meditieren, was das Zeug hält. Inzwischen kleben aber die dörflichen Nachbarn am Gartenzaun und können kaum fassen, was sich ihren Augen bietet. Kaum jemand zeigt Verständnis für die Eigenarten der neu Zugereisten oder kennt den Hintergrund der dynamischen Meditation des Bhagwan, der die Menschen jenseits des Zaunes frönen, währenddessen sie die eigenen Kinder augenscheinlich vernachlässigen.

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