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Als Veganer unter Nicht-Veganern

Seit sechs Jahren schon lebt Yogalehrerin Jutta Däschlein streng vegan und hat ihre eigenen Erfahrungen damit. Die Ernährungsumstellung begann damit, dass sie sich als Jugendliche vom Fleischverzehr abgestoßen fühlte, als sie die Grenzen unserer Tierhaltung erkannte. Trotzdem aß sie noch eine ganze Weile Fisch, ehe auch der von ihrem Speiseplan verschwand.

Doch als sie sich im Jahr 2005 zur Jivamukti-Yogalehrerin ausbilden ließ, erhielt sie weitere Impulse, die ihr zeigten, dass sie fortan auf tierische Produkte verzichten wollte. Dazu gehörten natürlich auch das Leder oder die Daunen, die in unserer Kleidung Verwendung finden. Jutta Däschlein trug diese zum Teil zwar auf oder verschenkte sie, da es ihrer Überzeugung widersprochen hätte, diese einfach nur wegzuwerfen. Es geht ihr schließlich vor allem um die ethischen Gesichtspunkte des Veganismus.

In der Gegenwart bringt ihr das vegane Leben häufig Diskussionen mit Menschen, die Fleisch und andere tierische Produkte in ihr Leben eingebunden haben. Dabei versucht Jutta niemals zu missionieren sondern lebt einfach auf ihre eigene Weise und freut sich, wenn andere dadurch ins Grübeln kommen.

Dass Tiere zuallererst Lebewesen sind, wie wir Menschen auch, erklärt, dass Jutta zwischen Schlachtung und Mord nicht unterscheidet. Es ist allein die Darstellung im Kühlregal, die uns vormacht, dass ein Stück Fleisch mit dem Tier nichts mehr zu tun hat. Wer in die Verteidigungshaltung geht, der wirft den Vegetariern vor, sie seien für die Abholzung der Regenwälder zu Gunsten des Sojaanbaus verantwortlich. Dabei ist der Bedarf an Sojabohnen zu Futtermittelzwecken der Hauptauslöser dafür.

In Juttas Familie lebt sie als einzige vegan, aber es gelingt im täglichen Leben, dies zu tolerieren. Und immer wieder gelingt ihr die Umwandlung traditioneller Fleischrezepte wie beim Szegediner Gulasch ihrer Oma, das sie für die ganze Familie mit Sojastücken zubereitet. Ihr Sohn mag auch kein Fleisch und so stört es ihn nicht, dass es im Haushalt kein Stück davon geben wird. Honig und Eier aber essen die anderen Familienmitglieder auch und Jutta kann das akzeptieren.

Nach ihrer Ansicht muss Veganismus aus innerer Überzeugung entstehen, damit er nicht nach einer Weile des krampfhaften Verzichtes in das Gegenteil wechselt. Ihre Inspiration erhält Jutta von anderen Gleichgesinnten, mit denen sie in Bayerns Hauptstadt regelmäßig zusammenkommt. Alle kennen sich von der „World Peace and Yoga Jubilee“ des Jahres 2010, einer Yoga Konferenz für Veganer in Ohio, die es in der ganzen Welt nur dort gibt. Zu den Treffen sind auch andere Veganer jederzeit herzlich willkommen, denn hier findet wirklicher Erfahrungsaustausch statt. Auch im Jahr 2011 trifft man sich wieder in Amerika. Jutta wird als Jivamukti-Lehrerin daran teilnehmen und zudem einen Vortrag halten mit dem Titel: „Veganes Leben in einem Nicht-verganen Umfeld“.

Dieser Artikel folgt den Informationen die Jutta Däschlein selbst für das deutsche Yoga Journal veröffentlichte.

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