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Yoga – Vergangenheit oder Moderne

Ein Gelehrter macht sich auf die Suche nach den Quellen unserer heutigen Yogapraxis und stößt dabei auf interessante Hinweise, die ihn zunächst ein wenig verwirren.

In der Universitätsbibliothek von Cambridge scheint das fahle Licht der Wintersonne durch die Fenster und es wirft seine matten Strahlen auf den dunklen Lederbuchumschlag, der vor Mark Singleton auf dem Tisch liegt. Im Saal wimmelt es von wissbegierigen Studenten und Gelehrten und doch ist es fast gespenstisch still hier. Er öffnet das besagte Buch und sogleich fällt sein Blick auf die Figurenzeichnungen von Frauen und Männern, die in den ihm gut bekannten Posen verharren. Haltungen wie der Hund, der Krieger und andere wie Utthita Padangusthasana oder Supta Virasana, der Handstand, zeigen sich dem Leser, der eigentlich anderes erwartete, als er das Buch aufschlug.

Noch einmal möchte er sich vergewissern, dass dies hier kein Yogawerk ist sondern es um die Beschreibung einer dänischen Turnform aus dem 20. Jahrhundert geht. Die sogenannte „Primitive Gymnastik“ beschreibt dieses Buch laut Umschlagtitel und das verwirrt den Mann, der hier auf der Suche ist.

Es beschäftigt ihn so sehr, dass er auch am Abend beim Yogatreffen mit seinen Schülern kaum an etwas anderes denken kann. Wie kann es sein, dass die Abbildungen des Buches seinen Posen, die er lehrte so ähnlich waren, dass sie sich kaum unterscheiden ließen? Und selbst die Vorgabe der Zeitrhythmen, in denen die Übungen dort vorgestellt wurden, unterschied sich kaum zu denen, die er seinen Übungen zu Grunde legte.

Die Neugierde trieb den Gelehrten weiter voran und so erfuhr er, dass der Autor einer skandinavischen Gymnastiktradition folgte, die in Europa schon im 19. Jahrhundert für die soldatische Ausbildung genutzt wurde. Selbst auf den Subkontinent waren diese Informationen gelangt und dort auch eingesetzt worden. War denn sein Yoga gar nicht aus Indien gekommen und folgte der jahrhundertealten Tradition und Überlieferung aus dem Buddhismus, wie er es geglaubt hatte? Oder war all das ein Zufall?

Mark Singleton setzt seine Suche fort, erkennt aber am Ende, dass der Ursprung des Yoga nicht das wichtigste daran ist, sondern die Verbindung zwischen Spiritualität, Philosophie und Körperlichkeit, die sich in den Asanas und Meditationen ebenso wiederfindet, wie in den Mantras, die das Yogabild prägen, das er pflegt. Und genau das ist ihm ans Herz gewachsen und Teil seiner selbst geworden.

Nach einem Artikel von Mark Singleton, erschienen beim amerikanischen Yoga Journal.

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