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Die beängstigende Rückenbeuge

Rückenbeugen können Dich öffnen, so dass alles aus Dir herausbricht. Wer sich damit anfreunden kann, der verbessert damit nicht nur seine Yogaposen, sondern vielleicht sogar sein ganzes Leben.

Diese Frage hält auch Hillari Dowdle für des Grübelns wert: Werden die begabten Rückenbeuger geboren oder gemacht? Immer wieder begegnen ihr in ihrer Yogapraxis Menschen, denen es augenscheinlich überhaupt keine Mühe bereitet. Es scheint sich bei dieser Fähigkeit aus Hillaris Sicht um ein Gottesgeschenk zu handeln und sie genießt es, solchen Yogis bei der Ausübung zuzusehen. Da gibt es Posen wie die Urdhva Dhanurasana oder die Rajakapotasana und Natarajasana, deren Schwierigkeitsgrad schon enorm sind.

Alle, die sich solchen Übungen mit Leichtigkeit widmen, kann man nur beneiden, denn diese sogenannten „Herzöffner“ tun den Menschen wirklich gut, wenn sie nicht in eine Zumutung ausarten, weil man sie nicht beherrscht. Die anderen nämlich erfahren hierbei kaum je einen Genuss, sondern kämpfen mit der eigenen Unbeugsamkeit und der Unausgewogenheit der eigenen Bewegungen. Hier gleichen die Backbends eher einem Kampf, der sich irgendwie auch gegen die eigene Person und nicht nur gegen die eigenen körperlichen Unzulänglichkeiten richtet.

Es scheint sich also um die Yoga-Büchse der Pandora zu handeln, die so unterschiedliche Empfindungen bei uns auslösen kann. Es sind die kleshas, die wir aus uns heraus strömen lassen können, wenn wir in die Rückenbeuge gehen. Fünf davon versammeln sich in unserem Körper, die wir avidya (Unerfahrenheit), asmita (Ich-Bezogenheit), Raga (Verhaftung) dvesha (Abneigung) und abhinivesha (Todesangst) nennen.

Diese geistigen Beschwerden sind es, die unser Leben belasten können und von denen wir uns Dank der Rückenbeuge auch lösen können. Man könnte auch einfacher beschreiben, dass dies die Dinge sind, die unser Herz verdunkeln, denn das klingt weniger abstrakt und jeder bekommt eine Vorstellung davon, was gemeint ist. Der Sitz all dieser Empfindungen ist in unserer Brust und indem wir uns zurückbeugen, geben wir uns selbst die Möglichkeit, diese Verdunkelungen zu lösen.

Sonst machen wir es instinktiv genau umgekehrt: Wenn wir uns schlecht fühlen, ziehen wir uns in eine fötale Stellung zurück, runden unsere Schultern und lassen den Oberkörper nach vorne fallen. Dabei sollten wir besser lernen uns wie eine Lotusblume zu öffnen und dem Sonnenlicht entgegenzustrecken. Es ist also Zeit, die Angst vor der Rückenbeuge abzulegen und es einfach immer wieder zu versuchen.

Nach einem Artikel von Hillari Dowdle für das amerikanische Yoga Journal.

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