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gottes-botschaft-erkennen

Gottes Botschaft erkennen

Neale Donald Walsch gilt als moderner Botschafter für Spiritualität, dessen Worte es verstehen auf besondere Weise zu berühren. Bekannt sind seine „Gespräche mit Gott“, in denen sich sein frühes religiöses Interesse abzeichnet, das bis heute seine eigene Spiritualität bestimmt.

Millionen Menschen weltweit haben diese in 27 Sprachen übersetzte Buchreihe gelesen und fühlten sich davon inspiriert ihr eigenes Leben zu verändern. Der Herbst 2009 führte ihn zu Cultus Animi an den Bodensee, wo er für ein Interview zur Verfügung stand.

Wo Gott ist und wer er überhaupt sei, beantwortet Walch damit, dass diese Frage eine Nummer zu groß sei. Man müsse sie zunächst auf einen kleineren Nenner herunter brechen um die Definition verständlich zu gestalten. Es gibt keinen Ort und kein Dasein oder Ding ohne Gott. Gott lässt sich nicht definieren und festlegen. Eine genaue Begriffsbestimmung sei in etwa so, als wolle man das Universum festlegen. Wer aber sagt, dass Gott Leben ist, der kann ihn verstehen.

Walchs Gespräche mit Gott sind nicht der einzige, spezifische Weg, denn oft ist es eine Stimme, die er in seinem Ohr hört, aber manchmal ist es auch eine persönliche Begegnung mit einem Freund, den er auf der Straße trifft. Auch begegnet er ihm im Gespräch mit Kindern oder wenn er eine Landschaft anschaut. Ebenso kann ein Liedtext im Radio eine der Fragen beantworten, die er sich gerade stellt. Auch Emotionen, die sich einstellen, sind einer von mindestens tausend Wegen, in denen sich Gott den Menschen offenbart.

In seinem Lebensprozess werden diese Begegnungen niemals ein Ende nehmen, wenn er nur die Augen und das Herz dafür öffnet, die Sinne gleichsam auf Empfang stellt. Dies jedoch als Gottesbewusstsein darzustellen, erscheint ihm zu hoch gegriffen. Eher sieht Donald es als ein Bewusstsein für den Menschen und das Wissen, dass Gott allgegenwärtig ist uns mit uns kommunizieren will.

Jeder könnte sich auf dieser Ebene damit beschäftigen, was Gott ihm sagen will, wenn wir nicht häufig so viel Ablenkung durch andere Dinge, durch unser eigenes Denken erfahren würden. Meditation und Yoga können uns dazu verhelfen, die störenden Einflüsse abzubauen und empfänglich, ja empfangsbereit zu werden für Gottes Stimme. Er selbst nennt diesen Zustand gerne „No thought“ und dieser ist nicht mit Gedankenlosigkeit, sondern mit der Abwesenheit jedes bewussten Gedankens zu übersetzen. Er versetzt sich bei einem Blick aus dem Fenster in einen Zustand, der ihn mit dem verbindet, was vor seinen Augen zu sehen ist und merkt dann, dass die Kommunikation beginnt.

Die Nachrichten, die er dabei erhält, müssen frei sein von dem, was man selbst anderen mitteilen möchte, denn nur so richtet sich der Fokus klar auf die Botschaft Gottes. Oft erkennt er Gottes Wort daran, dass es unbeliebte Botschaften sind, die in unserer Welt nicht gerne gehört werden wollen. Neale selbst prüft diese Botschaften darauf ob sie lebensbejahend beantwortet werden können und fragt sich zugleich, was passiere, wenn jeder den Anweisungen folgen würde. Wenn dies positiv für unsere Welt ausfällt, dann ist er sich sicher, dass Gott der Urheber ist.

Nach einem Interview, erschienen bei Yoga Relations.

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