Omega-3 ist aktuell eines der wichtigsten Themen im Bereich der Ernährungsmedizin. Pflanzenöle wie Lein-, Hanf- und Rapsöl liefern zwar Omega-3, aber nicht die essentielle Omega-3-Fettsäure DHA. Die beste Quelle dafür war bisher Fisch und Fischöl.
Die Nachteile dieser Produkte liegen mit der Überfischung der Meere, einer zunehmenden Schwermetallbelastung und einer möglichen Abneigung und Unverträglichkeit von Fischöl auf der Hand. Die Lösung: DHA kann jetzt aus gezüchteten Algen gewonnen werden, einem schadstofffreien, nachwachsenden Rohstoff.
Die essentielle Omega-3-Fettsäure DHA (Docosahexaensäure) ist für Hirn, Herz und Augen unverzichtbar. Ärzte empfehlen vor allem Schwangeren und stillenden Müttern sowie vielen älteren Menschen, Omega-3 täglich per Fischölkapseln einzunehmen. Nur wer zweimal pro Woche ausreichend Lachs, Hering, Makrele, Sardinen oder Thunfisch isst, kann auf Omega-3 aus Nahrungsergänzungen verzichten. Einerseits wird der regelmäßige Verzehr dieser Fische empfohlen und andererseits wird wegen der hohen Schadstoffbelastung und der Überfischung der Meere auch davon abgeraten.
Das aus Fischen und Fischabfällen gewonnene Öl kann große Mengen an Schadstoffen enthalten. Wenn aus diesem Fischöl so genanntes „pharmazeutisches Qualitätsfischöl“ hergestellt wird, muss es etliche denaturierende Verarbeitungsschritte durchlaufen. Außerdem vertragen viele Menschen Fischöl nicht gut und nehmen die Kapseln dann doch nicht regelmäßig.
Mit DHA aus Algen ist jetzt eine echte Alternative verfügbar. Nach 15 Jahren Forschung, ursprünglich aus einem Projekt für die NASA, kann DHA jetzt aus gezüchteten Algen in speziell dafür entwickelten Pflanzenkapseln angeboten werden. Dieser Schritt lag nahe, denn letztlich produzieren auch die Fische das DHA nicht selbst, sondern akkumulieren es aus DHA-reichen Algen.
DHA ist ein integraler Bestandteil von Zellmembranen, vor allem der Nervenzellen, und befindet sich hauptsächlich im Gehirn und in der Netzhaut.
Fast alle Omega-3-Fettsäuren des Gehirns und bis zu 93 Prozent der Omega-3-Fettsäuren der Netzhaut bestehen aus DHA. Außerdem ist DHA eine Schlüsselkomponente des Herzgewebes und ein natürlicher Bestandteil der Muttermilch.
Zahlreiche wissenschaftliche Studien bestätigen, dass jeder Mensch von einer ausreichenden Versorgung mit DHA profitieren kann. Bei werdenden Müttern unterstützt DHA eine gesunde Schwangerschaft. Bei Embryos und Säuglingen ist DHA wichtig für die Entwicklung des Gehirns und der Augen. Bei Kindern verbessert DHA die Entwicklung der Konzentrationsfähigkeit und fördert einen gesunden Schlaf, und bei Erwachsenen und auch im Alter unterstützt DHA die Gesunderhaltung des Gehirns, der Augen und des Herz-Kreislauf-Systems.
Heilpraktiker Robert Schneider ist von der Qualität des Algen-DHA überzeugt: „Meine Patienten vertragen es, auch jene, die bisher Fischöl abgelehnt haben, weil sie unter anderem unangenehmes Aufstoßen davon bekamen. DHA ist für Vegetarier, und alle, die aus anderen Gründen keinen Fisch essen, unerlässlich, aber letztlich profitiert jeder von einer ausreichenden DHA-Zufuhr. Viele wissen heute, das Omega-3-Fettsäuren wichtig sind, und dass ein zuviel an Omega-6 entzündliche Prozesse fördert. Unsere übliche Nahrung hat jedoch einen zu hohen Anteil an Omega-6 und kaum jemand ernährt sich so bewusst, dass er das ideale Verhältnis von einem Anteil Omega-3 zu drei Anteilen Omega-6 erreicht. Aber selbst, wenn man den Omega-3-Anteil über Leinöl oder Hanföl steigert, diese Öle versorgen uns mit ALA (Alpha-Linolensäure), die auch wichtig ist aber nicht mit der für unser Hirn, Herz und unsere Augen wichtigsten Fettsäure DHA. Die Leber kann zwar in geringen Mengen DHA aus ALA synthetisieren, aber das reicht in vielen Fällen nicht aus. Ich rate daher jedem, vorbeugend täglich eine Kapsel Algen-DHA einzunehmen. Herzinfarktpatienten und solche, die dafür gefährdet sind sollten jedoch in Abstimmung mit ihrem Arzt mehr davon einnehmen.“
Omega-3 im Überblick
ALA = Alpha-Linolensäure
Leinöl und Perillaöl sind mit rund 60 Prozent die besten ALA-Quellen, Leindotteröl enthält 38%, Hanföl 20%, Walnussöl 13%, Rapsöl 9% und Sojaöl 8%. ALA ist eine kurzkettige Omega-3-Fettsäure. Sie dient als Energielieferant, ist wichtig für die Haut und kann zu ca. 5% in EPA, und nur zu etwa 0,5% in DHA umgewandelt werden. Wichtig ist ALA besonders als „Gegenpol“ zu den Omega-6-Fettsäuren, die im Verhältnis oft zu sehr dominieren.
DHA = Docosahexaensäure
Bisher galten Kaltwasserfische wie Lachs, Sardelle, Sardine, Hering, Makrele und Thunfisch als Hauptquelle, jedoch gibt es jetzt auch DHA aus Mikroalgen. Diese langkettige Omega-3-Fettsäure stellt den Hauptteil an Omega-3 im Gehirn (97%) und in der Netzhaut (93%) und ist auch eine Schlüsselkomponente des Herzgewebes. Sie gilt daher als wichtigste Fettsäure für Hirn, Herz und Augen.
EPA = Eicosapentaensäure
Als Quelle auch hier die Kaltwasserfische, jedoch kann der Körper EPA zu 5 Prozent aus ALA und leicht aus DHA synthetisieren, weshalb die Zufuhr auch indirekt möglich ist. EPA ist vor allem wichtig für die Herzgesundheit.
Ein Artikel von Ernährungstrainer Reinhard Jäger. http://www.ganzheitliche-gesundheit.info/pdf/Pulsar_DHA.pdf
|