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Nachhaltigkeit | vegetarisch

Veggie Parade 2010 in Prag

Ein vegetarischer Umzug durch Tschechiens "Goldene Stadt" mit dem Ziel die Öffentlichkeit für Themen wie Klimaschutz, Tierrechte und nicht zuletzt Gesundheit zu sensibilisieren.

 
 

Rinderbraten, Schweinebraten, Entenbraten, Gänsebraten - Fleisch ist ein fester Bestandteil der tschechischen Küche. Vegetarisch Fehlanzeige? Bei weitem nicht! Denn neben einer großen Zahl vegetarischer und veganer Restaurants hat die Stadt Prag noch etwas ganz Besonderes zu bieten: Am 15. Mai diesen Jahres fand in der tschechischen Hauptstadt nun schon zum zweiten Mal die jährliche Veggie Parade statt, ein fröhlicher Umzug von Vegetariern und Veganern aus ganz Europa mitten durch Tschechiens Millionenmetropole.

Die Veggie Parade versteht sich selbst als ein friedliches und respektvolles Fest, welches das Interesse der Gesellschaft für eine vegetarische und vegane Lebensweise wecken und darüber aufklären möchte. Um dreizehn Uhr fanden sich nach und nach alle Umzugsteilnehmer am Startpunkt der Parade ein, ausgerüstet mit selbst gebastelten Plakaten und Schildern, sowie Transparenten und Infomaterialien. Passanten und Touristen ließen es sich nicht nehmen, Fotos von dem bunten Treiben mitten in Prags Fußgängerzone zu machen, sich interessiert mit den Umzugsteilnehmern zu unterhalten oder etwas von den mitgebrachten veganen Köstlichkeiten zu probieren.

Dann setzte sich der Umzug auch schon in Bewegung und von fröhlicher Musik begleitet zogen die Teilnehmer singend und tanzend durch die Stadt und verteilten selbst zubereitetes Essen und Info-Flyer. Nach einer halben Stunde erreichte der bunte Festzug dann sein Ziel in einem idyllischen Prager Stadtpark, wo bereits verschiedene Informations- und Essensstände, sowie Redner, Artisten und Live-Musik auf sie warteten, um dort bis in den späten Abend hinein zu feiern.

Nach Informationen der Veranstalter ist es ein besonderes Ziel des Events, einen konstruktiven Diskurs über Themen wie Tierrechte, Gesundheit und Klimaschutz zu schaffen. Wichtig hierbei seien vor allem Werte wie Friedfertigkeit und Respekt, die dazu dienen sollen, eine Brücke zu schlagen zwischen der breiten Öffentlichkeit und einem vegetarischen und veganen Lebensstils.

Doch nicht nur die öffentliche Aufmerksamkeit für eine fleischfreie Ernähung konnte die Veggie Parade auf sich ziehen, auch auf internationaler Ebene machte sie auf sich aufmerksam. So nahmen Menschen aus unterschiedlichsten europäischen Ländern, wie Frankreich, England, Österreich und Deutschland an dem Umzug teil und zeigten somit, dass das Engagement für eine nachhaltige und zukunftsfähige Ernährungsweise Menschen über nationale Grenzen hinaus verbindet.

Ein Artikel vom VEBU.